Jahresbericht 2007
Projekt ANAMED
Seminarreise von Dr. Hans-Martin Hirt nach Kamerun vom 29.4.-21.5.2007
mit Mr. Maledi Mbanda from DRC Congo
Dr. Hans-Martin Hirt :
„Dank der Unterstützung durch PARMED wurde dies zu einem gelungenen Projekt!
Mit unseren Mitarbeitern vor Ort waren wir uns am Ende klar, dass dieses Seminar
ein Meilenstein in der Geschichte der Tropenmedizin Kameruns geworden war...“
Neben AIDS zählen in Kamerun zu den wichtigsten Krankheiten:
Malaria-Typhus-Gelbfieber-Bilharzia-Gastritis-TB-Geschlechtskrankheiten
sowie Krebs-Hoher Blutdruck-Durchfall-Asthma-Diabetes-Nagelbettentzündung-
Hautpilz-Hepatitis.
Das Seminar fand vom 07.05. bis 12.05.07 mit 32 Personen statt.
Inhalte:
Ginseng usf.)
(Artemisia annua: eine neue Heilpflanze gegen Malaria)
Samen, usw. auch in subtropischem Klima mittels Zucker, Salz, Alkohol
und (am billigsten) - intensiver Trocknung.
- Behandlung von Abszessen , Wunden und Verbrennungen.
- Produktion von medizinischen Pillen und Salben.
- Produziert wurde Rheumasalbe aus Chillis, Wachs und Sonnenblumen.
- Hämorrhoidensalbe aus Artemisia- und Guavablättern.
- Produktion von verschiedenen Seifen.
Haut mit allen chemischen Mitteln bis hin zu Quecksilberseifen gang und
gäbe ist.
„Was die 3%igen Quecksilberseifen betrifft: Es ist ein Armutszeugnis für das
Land Kamerun, das es diese Importation zulässt, und das Herstellungsland,
früher England...... nach Anamed Protesten bei WHO und WTO wurde jetzt die
Herstellung nicht eingestellt, sondern einfach nach Dubai verlagert!!!“
bei Hautproblemen.
von Vergiftung, Amöbenruhr bis Cholera, mittels Heilpflanzen.
Parallel zum Seminar wurde ein Solarofen gebaut
(was 4 Tage in Anspruch
nimmt) - immer unter den Augen der Teilnehmer, um sie zum Nachbau zu
ermutigen.
Besichtigung des Gefängnisses in Kumbo
Die Gefangenen haben das Gelände um das ganze Gefängnis mit Nahrungsmitteln
angebaut und eine katholische Schwester möchte mit ihnen nun auch Heilpflanzen
anbauen und Anamed Medizin zum Eigengebrauch und Verkauf
produzieren.
Zum Abschluss ein paar Stimmen der Seminarteilnehmer:
- Dieses Seminar gab uns nicht nur Wissen, sondern vielmehr Weisheit!
- Anamed, das ist doch vielmehr eine Aktion gegen die Armut!
- Jetzt können wir billig unser Wasser reinigen und Krankheiten vermeiden!
Projekt Kamerun
Reise von Pater Klaus Schlapps nach Kamerun vom 29.04.-21.05.2007
Mit 40 Kindern, alles AIDS-Waisen - im dortigen Distrikt gibt es etwa 30.000 davon - inzwischen total überfüllt. An allen Ecken wird Geld benötigt.
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Projekt Kamerun
Errichtung einer Zahnstation in Kamerun vom13.10. bis 04.11.07
Teilnehmer: Dr. H.Weitnauer Zahnarzt, Ulrich Jacobi Techniker Fa. Henry Schein
Im August 2007 wurde ein 40 Fuß-Container an das Shisong Hospital, Kumbo
Mit dem Techniker der Fa. Henry Schein, die die Geräte zum Einkaufspreis lieferte und Herrn Jacobi freistellte, konnten die notwendigen Installationsvorbereitungen und der Voraufbau in der Zahnstation in einer Woche durchgeführt werden. Herr Jacobi flog dann nach Deutschland zurück. Der Aufbau des Behandlungsstuhls kann vom Chefmachaniker Maurice durchgeführt werden. Vielen Dank! Der Ausbildungsstand des zahnärztlichen Personals erwies sich als erstaunlich
gut, sodass ich täglich 3 Stunden theoretische Ausbildung mit anschliesenden
praktischen Übungen an Patienten durchführen konnte. Damit
wurde ein Wissenstand erreicht,der zusammen mit den Vorkenntnissen
Standartbehandlungen wie Füllungen,Wurzelbeh., Extaktionen und
Anfertigung kleiner Prothesen nun möglich macht. Im Gebiet von Shisong
sind ca. 80 000 Meschen zu versorgen. In Kamerun gibt es nur 56 ausgebildete
Zahnärzte!
Dr. Helmut Weitnauer |
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Projekt Batouri
Hilfseinsatz von
Peter Butzhammer, Anna Haug, Britta Schmitt, Sonja Vogt, Karl Wimberger
Bericht:
„Nachdem die im letzten Jahr durchgeführten Projekte in Batouri bei Parmed
sehr großen Zuspruch erfahren haben, konnte dieses Jahr sehr früh mit der
Planung unserer Reise im Sommer begonnen werden. Der Verein Parmed e.V.
übernahm für seine Mitglieder Anna Haug und Karl Wimberger jeweils 500
Euro des Flugpreises und stellte dem Hôpital Adventiste de Batouri (HAB) 500
Euro zur Verfügung. Davon sollte das HAB einen Teil der Zollgebühren für
einen Container bezahlen, den Parmed im Jahr 2006 geschickt hat.
Die Dr. Holzheu-Stiftung sagte zu, die weiteren Aktivitäten in Batouri zu übernehmen.
Dafür wurde ein Antrag gestellt, der im Wesentlichen die folgenden
Punkte enthielt:
800 Moskitonetze, Medikamente, medizinisches Verbrauchsmaterial,
sonstiger Krankenhaus-Bedarf, ein Motorrad für das HAB mit ausreichend
Geld für Sprit und Instandhaltung und andere kleine Punkte.
Das Auslösen der Spenden aus dem Zoll im Flughafen Yaoundé war mit großen bürokratischen Schwierigkeiten verbunden und kostete leider auch relativ viel Geld (mit offiziellen und „informellen“ Gebühren). Die Situation im Osten hat sich gegenüber letztem Jahr kaum verändert, die Strom- und Wasserversorgung aufgrund mehrmonatiger Ausfälle sogar verschlechtert. Auch die Kommunikation über Internet, selbst aus Bertoua war fast unmöglich. Die Versorgung mit Medikamenten ist manchmal unzureichend, da sie im ganzen Land nicht verfügbar oder sehr teuer sind. Dafür hat sich das HAB sehr bemüht, sich weiterzuentwickeln. Das Personal zeigte sich erfreut über den Besuch, da es das erste Mal ist, das jemand nach dem ersten Aufenthalt in Batouri überhaupt noch einmal wiedergekommen ist.
Aufstellung der durchgeführten Maßnahmen:
Größere Projekte für die Zukunft werden der Bau eines Brunnens und die Errichtung eines neuen Bettenhauses sein. Für beides existieren bereits Pläne, die jedoch unmöglich vom HAB finanziert werden können. Mehrfach wurde vom HAB der Wunsch geäußert, die Zusammenarbeit mit Parmed und der Dr. Holzheu-Stiftung fortzuführen. Im Gegenzug zeigten sie sich bemüht die Bedingungen von unserer Seite (mehr Informationen aus Batouri etc.) zu berücksichtigen. Nach unserem diesjährigen Eindruck ist damit eine gute Ausgangslage für eine weitere Kooperation gegeben.“
Peter Butzhammer, Anna Haug, Britta Schmitt, Sonja Vogt, Karl Wimberger
Projekt Romhelp
Hilfe für extrem arme Kinder und Straßenkinder in Rumänien
2007 ist für die Initiative Romhelp zu einem weiteren erfolgreichen Jahr mit vielen Hilfsaktionen geworden. Wir konnten auch im Jahre 2007 die Schule für die Strassenkinder weiter aufrecht erhalten, viele arme Familien unterstützen, Kinder und Jugendliche in verschiedenen Gefängnissen besuchen, armen Familien eine Unterkunft ermöglichen, Strassenkinder und arme Kinder medizinisch versorgen und viele, viele Aktionen mehr. So fand auch 2007 ein schönes Weihnachtsfest für die Kinder statt und jedes Kind hat ein Weihnachtsgeschenk erhalten. Die Schule unterstützte zwischen 50 und 70 Kinder aus armen Familien und Strassenkinder. Die Samstagsschule stand allen Kindern offen und wurde oft auch am Mittwoch geöffnet, weil der Andrang teilweise so gross war. Die Schule ermöglicht den Schulbesuch der benachteiligten Kinder, um ihr Abrutschen in Kinderarbeit oder ein Leben auf der Straße zu verhindern. Sie sollen nach einiger Zeit der Starthilfe, ihren Tagesablauf selber geregelt bekommen und an grössere Schulen vermittelt werden. Die Kinder lernen lesen, schreiben, zeichnen, rechnen, malen und spielen. Auch Computerkurse werden angeboten. > In der Mittwochsschule fanden auch Spiel- und Basteltage statt. Einige Kinder haben Ikonen gemalt. Diese Ikonen würden wir gerne zu Gunsten der Schule und der Strassenkinder verkaufen. Neben der Schule wurden auch einige Familien unterstützt. Viele der benachteiligten Kinder in unserer Schule haben Eltern. Diese sind jedoch so arm, dass einige Kinder ein Leben auf der Strasse bevorzugen. So haben wir nach unseren Möglichkeiten einige dieser armen Familien mit Lebensmitteln, Kleidern und auch finanziell unterstützt. So können wir versuchen zu verhindern, dass auch diese Kinder zu Strassenkindern werden. Noch immer laufen Patenschaften für arme rumänische Familien über Romhelp. So haben wir Paten aus Deutschland und der Schweiz. Die Paten unterstützen mit ihren Beiträgen die ganze Familie. So können wir den Kindern einen Schulbesuch ermöglichen, die Familie mit Lebensmitteln versorgen, Spitalbesuche finanzieren und Schulmaterial kaufen. Eine Patenschaft aus Deutschland übernimmt für eine an Aids erkrankte Familie sogar die gesamten Kosten für die Wohnung. Patenschaften sind eine ideale Unterstützung für benachteiligte Kinder und Familien. Auch 2007 haben wir viele Tonnen Kleider an benachteiligte Familien verteilen dürfen. Noch immer besteht ein grosser Bedarf an getragenen Kleidern. So erhielten wir von Vereinen, Stiftungen und auch von privaten Haushalten diverse Kleiderspenden. Im Jahre 2007 wurden keine Löhne an die Helfer bezahlt. Einzig die Lehrer der Schule wurden entschädigt. Sonst haben alle ehrenamtlich geholfen. Es wurden auch keine Mieten für die Räumlichkeiten bezahlt. Dies wird auch im Jahre 2008 wieder so ein. Keine Löhne an die Helfer und keine Miete für die Schule. Die Lehrer werden weiterhin entschädigt. Wir danken ganz speziell der Parmed e.V. für ihre Unterstützung in den Jahren
2006 und 2007. Michael Meierhofer |
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Projekt Agadez
Niger-Aufenthalt vom18.03. bis 02.03.07
Teilnehmer: Heinrich Sievering, Dr. Siegfried Petermeier, Zahnarzt
Werner Auster, Zimmereimeister, Eckart Seybold
2 Container mit folgendem Inhalt:
Die Reise stand zuerst unter einem ungünstigen Stern; Tuareg hatten die
Militärstation in Iferuan überfallen und die gesamten Waffen erbeutet,
6 Soldaten kamen dabei ums Leben.
Zudem wurde in der Nähe von Agadez ein LKW überfallen, auch der belgische
Botschafter wurde geplündert.
Danach folgende Hilfseinsätze:
Wichtig dabei ist die Festlegung, dass die Nahrungsmittel prinzipiell nur
nach dem Grundsatz „food for work“ ausgegeben werden.
• Einrichten der Zahnarztpraxis in einem Raum in der Poliklinik von Ahmed
Dangana:
- Der Aufbau incl. Wasser- Luft- und Stromversorgung erfolgte am 20.02.07.
- Nachmittags begann Dr. Petermeier bereits mit der Behandlung.
- In 10 Behandlungstagen behandelte Dr. Petermeier 160 Patienten, dazu
kamen noch 40 wieder einbestellte Kranke, so
dass ca. 200 Personen unentgeltlich
Hilfe erhielten.
- Das Hauptproblem waren abgebrochene Backen- und Weisheitszähne,
dazu kamen viele Vereiterungen und
Zystenbildungen vor.
- Es wurden etwa 300 Zähne gezogen, bei manchen Menschen 5!
Die Dankbarkeit der Menschen war unglaublich.
Projekt Aurora_Argentinen
Errichtung einer Krankenstation, Einsatz vom 25.10. - 06.12.07
Teilnehmer: Ernst Kleipaß
Die Arbeiten des Bauvorhabens gehen zügig voran. Wie schon bei den ersten
zwei Bauabschnitten waren die Arbeiter unter Leitung von Alejo Freiberger
sehr gefragt und ein 12 Stunden-Tag war die Regel.
Folgende Aktivitäten wurden durchgeführt:
• Be- und Entwässerung
• Sanitär
• Elektrik
• Verputzarbeiten
• Fliessarbeiten Böden und Wände (ca. 480 m²)
• Einbau sämtlicher Fenster
- Verlegung Deckenelemente
Bis zur Fertigstellung und Übergabe des Hauses werden noch
ca. 5 bis 6 Wochen benötigt.
An dieser Stelle nochmals unser herzlicher Dank an Ernst Kleipaß
für seinen außerordentlichen Einsatz.



















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